Afghanistan, Kunar, May 2012 – „Strangers“

Two nations, two worlds: both face each other, but they differ most widely: on the one hand, there is the western military power nation USA, trusting deeply in its process. On the other hand, there is Afghanistan, still archaic and captured in its turmoil of war. Looking at one another, standing side by side, but do they come closer? Seen through an US-soldier’s eyes while he looked out of the bullet proof window of his patrol vehicle, this photograph series shows the reactions of the local inhabitants of Kunar on the presence of their „supporters“, „occupying forces“, „aid workers“,  the „foreign western super power“.

Photo-Galerie opens by clicking on the thumbnails.

Fotoserie „Strangers“

Zwei Nationen beäugen sich. Zwei Welten, wie sie nicht unterschiedlicher sein können. Auf der einen Seite die westliche Militärmacht USA mit ihrem Fortschrittsglauben, auf der anderen Seite das archaische und in Kriegswirren gefangene Afghanistan. Sie betrachten sich und kommen sich doch nicht näher. Die Fotoserie zeigt – durch die Augen eines amerikanischen Soldaten hinter der gepanzerten Scheibe seines Patrouillenfahrzeugs – die Reaktionen der einheimischen Bevölkerung aus der Provinz Kunar auf die Präsenz der „Besatzer“, „Unterstützer“, „Helfer“, der „fremden, westlichen Supermacht“.

Form bedingt Inhalt – und umgekehrt: Die leichte Unschärfe, die durch die Dicke der Sicherheitsscheibe entsteht, der schwarze Schatten des Fensterrahmens und der Schulter des Soldaten sowie der spontan gewählte und nicht perfekte Bildausschnitt unterstützen die Distanz und das Befremden.

Die Fotos sind während meines Aufenthalts in der Grenzprovinz Kunar im Mai 2012 entstanden. Ich begleitete zweieinhalb Wochen lang Einheiten der US-Task Force Mountain Warrior an ihren Außenposten in Nangalam und Joyce im gebirgigen Peschtal unter dem Eindruck des geplanten Abzugs der amerikanischen Truppen im Jahr 2014.

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8 responses to “Afghanistan, Kunar, May 2012 – „Strangers“”

  1. muellerssicht says :

    Bilder wie ein verstörter Blick. Beide Seiten wissen nicht wirklich etwas miteinander anzufangen, wollen auch nicht, müssen aber irgendwie. Aber statt zu einer Auseinandersetzung, einem Miteinander zu gelangen, bleibt die Begegnung eine oberflächliche, beinah störende. Unterstützt wird dies sowohl durch Gesten und Blicke als auch durch die unpperfekten, schnellen Bilder.
    Eine sehr eindrückliche und nachhaltige Arbeit.
    LG Michel

  2. Hackentrick says :

    Mir gefällt diese Serie besonders gut, weil man merkt, dass da noch was anderes ‚uns‘ Beobachter von den Menschen auf der Strasse trennt. Es ist nicht nur die Fahrzeugscheibe, die dazwischensteht…

  3. Herr Ärmel says :

    Eine beeindruckende Serie. Beeindruckend die trennende Unschärfe, die trennende Autoscheibe, die trennenden Kontraste – in jeder Hinsicht.

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